Informationen zur Dateiübergabe

Bei der Dateiübergabe für Mixing- und Mastering-Projekte gibt es einige Dinge zu beachten, die für einen reibungslosen Ablauf hilfreich sind. Auf dieser Seite findest Du alle Informationen dazu, auf welche technischen und formalen Aspekte es dabei in der Regel ankommt. Natürlich ist jedes Projekt unterschiedlich, dennoch betreffen z.B. das Dateiformat oder die Dateibenennung so gut wie jedes Projekt. Sollte es trotzdem Fragen oder Unklarheiten geben, auf die Du hier keine Antwort findest, frag gerne direkt telefonisch oder per E-Mail nach.

Mixing

1. Songanfang und -Ende

Alle Spuren sollten gleichzeitig auf Schlag 1 und 1-2 Takte vor dem eigentlichen Songstart beginnen. Eine unterschiedliche Länge für jede Spur ist kein Problem. Jedoch sollte jeweils auch am Ende genug Puffer übrig sein, damit kein Ausklang abgeschnitten wird (1-2 Takte Sicherheitsabstand). Mehr als dieser Puffer am Anfang und Ende ist nicht nötig und sorgt nur für größere Datenmengen. Sofern nicht anders abgesprochen, bitte am Anfang und am Ende der Spuren keine Fades setzen – Wenn nötig oder erwünscht, wird ein Fade-In und/oder Fade-Out im Mix gesetzt.

2. Informationen zum Projekt

Eine genaue Angabe des Tempos (in BPM) und der Taktart  für jeden Song ist grundsätzlich hilfreich. Wenn möglich, können diese (und evtl. beliebige weitere Informationen zum Recording o.ä.) bei der Übergabe mit angegeben werden, z.B. in einer .txt-Datei oder per E-Mail.

3. Spur-Bounce (Export der Einzelspuren)

Da beim Mixing Lautstärkeverhältnisse und Effekte aller Art von Grund auf eingestellt werden, sollten alle Spuren ohne jegliche Bearbeitung in dieser Hinsicht übergeben werden. Für den Einzelspur-Export bedeutet das folgendes:

    1. Alle Fader stehen auf 0 dB
    2. Keine Effekte sind in der Session bzw. im Projekt aktiv (EQ, Kompression, Reverb, Delay etc.), auch nicht in die Spuren “hineingerechnet”. Empfehlung: Eventuell vorhandene Plugins der Sicherheit halber nicht nur auf “Bypass” stellen sondern direkt aus der Session / dem Projekt löschen. Um dabei Verluste von Einstellungen zu umgehen, einfach die Session / das Projekt vorher unter einem anderen Dateinamen abspeichern.

Hinweis: Wenn bestimmte Bearbeitungen / Effekte eine Klangvorstellung darstellen und für den finalen Mix gewünscht sind, kann den “rohen” Einzelspuren optional ein Roughmix (Demo) beigelegt werden. Dieser kann dann während der Mischung als Anhaltspunkt dienen. Beim Bounce (Export) des Roughmixes dürfen und sollen die Plugins, Fader-Einstellungen, sowie Fades etc. natürlich aktiv sein.

4. Pegel

Für einen optimalen Mix-Aufbau sind sinnvolle Pegel jeder Spur nötig. Idealerweise wurde bereits bei der Aufnahme genau auf den Pegel geachtet, sodass keine Anpassungen erforderlich sind. Das Wichtigste ist jedoch, vor dem Spur-Bounce sicherzustellen, dass

    1. kein Signal übersteuert ist (lieber 10 dB Headroom, also “Sicherheitsabstand” zur Übersteuerungsgrenze lassen) und
    2. der Spitzenpegel dabei trotzdem nicht zu weit unter -20 dB liegt.

Mastering

Für Songanfang / -Ende und Informationen zum Projekt gilt hier im Prinzip dasselbe wie bei Mixing-Projekten (siehe oben) – Mit dem Unterschied, dass es sich nur um eine (Stereo-)Spur pro Song handelt.

Der angelieferte Mix sollte:

  • ausreichend Puffer am Anfang und Ende (jeweils 1-2 Takte), aber keine Fades enthalten
  • einige dB Headroom haben
  • keinerlei Klangbearbeitungen auf der Summe (Mix Bus / Master) wie z.B. EQ, Kompression, Limiting etc. enthalten
  • keine Fades enthalten

Optional können bei vorhandener Summenbearbeitung mehrere Versionen des Mixes als Anhaltspunkte für die Soundvorstellung überreicht werden, beispielsweise:

  • Version 1 ohne jegliche Summenbearbeitung
  • Version 2 mit vollständiger Summenbearbeitung (z.B. EQ und Kompressor), aber ohne Limiter
  • Version 3 mit vollständiger Summenbearbeitung und Limiter

So kann z.B. auf Wünsche bezüglich der Lautheit und des Frequenzbildes genauer eingegangen werden. Durch die Version ohne jegliche Summenbearbeitung bleibt aber in jedem Fall die maximale Flexibilität für die Bearbeitung erhalten.

Mixing und Mastering

Grundsätzlich sollten Audiodateien nur im WAV-Format (.wav), BWF (Broadcast Wave Format) oder als AIFF (.aif/.aiff) eingesendet werden. Andere Formate sollten nur im äußersten Notfall und nur nach Absprache verwendet werden. Im Detail sind folgende Formate mit den entsprechenden Einschränkungen möglich:

  • 44,1 kHz / 48 kHz Abtastrate: maximal 120 Spuren pro Song
  • 88,2 kHz / 96 kHz Abtastrate: maximal 60 Spuren pro Song

Hinweise zur Wortbreite (“Bit-Tiefe”):

Allgemein sollte die Wortbreite während der gesamten Produktion nicht reduziert werden. In den allermeisten Fällen bleibt sie durchweg bei 24 bit und wird erst im letzten Schritt der Mastering-Phase reduziert (wenn nötig). 16-bit-Auflösung sollte vermieden werden, wo immer dies möglich ist (in so gut wie jeder DAW bzw. Sequencer-Software), da sie qualitative Nachteile bringt und in der Praxis so gut wie immer Dithering erfordert, um Verzerrungen/Artefakte zu verhindern. Dies ist sogar dann der Fall, wenn ursprünglich in 16-bit produziert wurde, da moderne DAWs intern mit einer höheren Wortbreite arbeiten. Die Übergabe von Dateien in 32-bit Fließkomma ist möglich, aber nicht erforderlich.

Hinweis zur Abtastrate: Die Abtastrate sollte allgemein für den Bounce (Export) nicht verändert werden.

Für die Dateiübergabe bedeutet das kurzgesagt:

  • alle Spuren/Dateien in 24-bit bouncen/exportieren
  • kein Dithering anwenden
  • die Abtastrate auf dem ursprünglichen Wert lassen

Bei Unklarheiten oder Schwierigkeiten in solchen Detailfragen bitte Kontakt aufnehmen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Mixing

Aufgrund der Anzahl an Spuren kann besonders bei Mix-Projekten eine klare Dateibenennung die Arbeit deutlich erleichtern. Deshalb hier ein paar Tipps, wie Spuren systematisch und übersichtlich benannt werden können.

  1. Der Spurname enthält eine klare Angabe der Schallquelle bzw. des aufgenommenen Signals, wie z.B. Kick In, Kick Out, Snare Top, Snare Bottom, Bass, E-Gtr 1, E-Gtr 2, Lead Gtr , A-Gtr, Vox 1, Vox 2 etc.
  2. Idealerweise werden die Spuren nach Instrumenten(-Gruppen) sortiert und dann mit aufsteigenden Zahlen vor dem Spurnamen durchnummeriert, sodass die Reihenfolge auch bei alphabetischer Sortierung erhalten bleibt. Dies kann z.B. so aussehen:
  • 01_KickIn
  • 02_KickOut
  • 03_SnareTop
  • 09_BassDI
  • 10_BassAmp
  • 11_E-Gtr1
  • 12_E-Gtr2
  • 13_LeadGtr
  • 14_A-Gtr
  • 18_Vox1
  • 19_Vox2

Die Dateinamen sollten der Übersichtlichkeit halber nicht zu lang sein, Abkürzungen wie im Beispiel oben können hier hilfreich sein.

Mastering

Hier reicht der Songname. Wenn bei EPs und Alben die Songreihenfolge bereits feststeht, sollte wie im Mixing-Beispiel durchnummeriert werden.

Mixing

Bevor alle Dateien verschickt werden, sollte für jeden Song ein eigener ZIP-Ordnern erstellt werden, der alle zugehörigen Dateien enthält (Song1.zip, Song2.zip etc.). Dies verbessert die Up-/Download-Geschwindigkeit und erleichtert die Übersicht über das Projekt.

Mixing + Mastering

Folgende Wege der Zustellung sind möglich:

  • Per Upload-Link: Nach der Bearbeitung der Anfrage wird ein Link zur Verfügung gestellt, über den die erforderlichen Dateien hochgeladen werden können.
  • Auch möglich (old school): USB-Stick, Festplatte etc. per Post oder vor Ort in den Briefkasten

Nach Fertigstellung von Mix und/oder Master

Das Zielformat, in dem das Endprodukt nach Fertigstellung überreicht wird, ist normalerweise CD-Standard (44,1 kHz, 16 bit). Für besondere Verwendungszwecke (z.B. Musikvideos) kann das Ergebnis auch in anderen Formaten ausgeliefert werden. Die Übergabe erfolgt über einen Download-Link (wie auch beim Upload) oder vor Ort im Studio auf einem digitalen Datenträger.